Metal lebt von Gemeinschaft, Emotionen und dem Gefühl, gemeinsam etwas Besonderes zu erleben. Egal ob vor der Hauptbühne, beim Camping oder nachts am Bierstand: Festivals sind für viele Fans ein fester Bestandteil ihres Lebens. Doch für Menschen mit Behinderung ist der Besuch eines Festivals oft noch immer mit zahlreichen Hürden verbunden. Fehlende barrierefreie Wege, unzureichende Informationen, nicht erreichbare Sanitäranlagen oder fehlende Unterstützung können dafür sorgen, dass kulturelle Teilhabe nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist.
UNGEHINDERT DABEI: So verändert der neue Verein die Festivalbranche
Genau hier setzt das Projekt und der neue Verein UNGEHINDERT DABEI an. Hinter dem Namen steckt eine Initiative, die aus der Festivalbranche selbst entstanden ist und konkrete Lösungen schaffen möchte. Ziel ist es, Veranstaltungen in Deutschland barriereärmer zu gestalten und Menschen mit Behinderung den Zugang zu Konzerten, Festivals und anderen kulturellen Angeboten zu erleichtern.
Besonders spannend: Das Projekt kommt nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis. Initiiert wurde es unter anderem vom ROCKHARZ Festival und der HKES GmbH. Beide kennen die Herausforderungen großer Veranstaltungen genau und wissen, wo die größten Probleme liegen. Aus diesem Wissen entstand eine Zusammenarbeit, aus der nun der Verein UNGEHINDERT DABEI e.V. hervorgegangen ist.
Was ist UNGEHINDERT DABEI?
UNGEHINDERT DABEI ist ein neuer Verein, der sich auf die Themen Barrierefreiheit und Teilhabe in der Festival- und Veranstaltungsbranche spezialisiert. Ziel des Vereins ist es, Veranstalter, Organisationen, Fachkräfte und Betroffene zusammenzubringen. Gemeinsam sollen Lösungen entwickelt werden, damit Menschen mit Behinderung selbstverständlich an Festivals und Konzerten teilnehmen können.
Die Initiative entstand ursprünglich unter dem Namen „UNGEHINDERT DABEI – live.laut.inklusiv“. Bereits im Juni 2025 kündigten die VERUGA GmbH und die HKES GmbH ihre Zusammenarbeit an. Schnell wurde deutlich, dass in der Branche ein großer Bedarf an Austausch und konkreten Hilfestellungen besteht.
- Förderung von Barrierefreiheit auf Festivals und Veranstaltungen
- Vernetzung von Veranstaltern, Fachkräften und Betroffenen
- Entwicklung von Standards und praxisnahen Lösungen
- Aufbau eines Zertifizierungsprozesses für Veranstalter
- Sichtbare Verbesserung kultureller Teilhabe
Die Gründung des Vereins am 30. März 2026
Am 30. März 2026 wurde in Goslar offiziell der Verein UNGEHINDERT DABEI e.V. gegründet. Insgesamt nahmen 13 Gründungsmitglieder an der Veranstaltung teil. Darunter befanden sich Vertreter des ROCKHARZ Festivals, der HKES GmbH sowie weitere Personen aus der Festival- und Veranstaltungsbranche.
Im Rahmen der Gründungsveranstaltung verabschiedeten die Mitglieder unter anderem die Satzung des Vereins. Damit wurde die Grundlage geschaffen, um künftig langfristig und strukturiert an den Themen Inklusion und Barrierefreiheit zu arbeiten.
Die Vereinsgründung ist ein wichtiger Schritt, weil das Projekt dadurch deutlich verbindlicher und professioneller aufgestellt wird. Statt einzelner Gespräche oder temporärer Aktionen gibt es nun eine feste Organisation mit klaren Zielen, festen Ansprechpartnern und langfristigen Perspektiven.
Warum Goslar als Ort der Gründung?
Goslar ist eng mit dem ROCKHARZ Festival verbunden. Das Festival zählt seit Jahren zu den bekanntesten Metal-Festivals Deutschlands und hat sich in der Vergangenheit immer wieder intensiv mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigt. Deshalb war es naheliegend, die Gründungsveranstaltung in Goslar durchzuführen.
Gerade das ROCKHARZ gilt in vielen Bereichen bereits als positives Beispiel. Das Festival bietet unter anderem:
- Barrierefreie Campingbereiche
- Spezielle Plattformen mit guter Sicht auf die Bühne
- Angepasste Sanitäranlagen
- Unterstützung durch Helferinnen und Helfer
- Verbesserte Informationen für Menschen mit Behinderung
Diese Erfahrungen sollen künftig in die Arbeit des Vereins einfließen und anderen Veranstaltern helfen.
Warum Barrierefreiheit in der Festivalbranche so wichtig ist
Barrierefreiheit wird oft auf Rollstuhlrampen reduziert. Tatsächlich geht das Thema deutlich weiter. Menschen mit Behinderung haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Dazu gehören beispielsweise:
- Menschen mit Mobilitätseinschränkungen
- Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit
- Menschen mit Hörbehinderung oder Gehörlosigkeit
- Menschen mit chronischen Erkrankungen
- Menschen mit psychischen Belastungen oder neurodiversen Besonderheiten
Ein Festival kann für diese Besucher schnell zur Herausforderung werden. Große Menschenmengen, unübersichtliche Wege, laute Geräusche oder fehlende Rückzugsmöglichkeiten erschweren den Besuch erheblich.
Viele Veranstalter möchten zwar helfen, wissen aber oft nicht, wie sie bestimmte Probleme lösen können. Genau hier möchte UNGEHINDERT DABEI ansetzen. Der Verein will Wissen vermitteln, Kontakte herstellen und konkrete Handlungsempfehlungen geben.
Typische Probleme auf Festivals
Viele Menschen denken bei Barrierefreiheit zuerst an fehlende Rampen. Doch die tatsächlichen Probleme sind oft vielfältiger:
- Unbefestigte Wege auf Campingplätzen oder Festivalgeländen
- Zu wenige barrierefreie Toiletten
- Fehlende Sitzmöglichkeiten
- Keine Dolmetscher für Gebärdensprache
- Unklare Informationen auf Webseiten oder Tickets
- Keine Begleitpersonenregelung
- Fehlende Ruhezonen
Ein einfaches Beispiel aus der Praxis: Ein Rollstuhlfahrer kann zwar auf das Gelände gelangen, erreicht aber die Bühne nicht, weil sich vor ihm eine große Menschenmenge bildet. Eine erhöhte Plattform oder ein separater Bereich könnte dieses Problem sofort lösen.
Ein anderes Beispiel betrifft Menschen mit Hörbehinderung. Viele Informationen auf Festivals werden spontan über Lautsprecher durchgegeben. Wenn diese Informationen nicht zusätzlich schriftlich bereitgestellt werden, fehlen wichtige Hinweise zu Programmänderungen, Sicherheitsfragen oder Notfällen.
Michael Färber beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit Cannabis, Hanf und CBD. Er absolvierte den Master of Cannabis Industry sowie die Ausbildung zum ACM-zertifizierten Berater für Medikamente auf Cannabisbasis. Dieser Artikel wurde von ihm redaktionell erstellt und geprüft und basiert auf eigener Recherche, Pressemitteilungen, aktuellen News, wissenschaftlichen Studien, langjähriger Erfahrung sowie modernen Recherche- und Textwerkzeugen. Weitere Informationen findest du hier: Autorenvorstellung von Michael Färber*** Anzeige *** (*) bald ...
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Das Netzwerk von UNGEHINDERT DABEI
Ein zentraler Bestandteil des Vereins ist der Aufbau eines Netzwerks. Dieses Netzwerk soll Menschen und Organisationen zusammenbringen, die sich mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigen oder künftig beschäftigen möchten.
Der große Vorteil: Viele Veranstalter stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Wenn Erfahrungen ausgetauscht werden, müssen Lösungen nicht immer neu entwickelt werden. Stattdessen können erfolgreiche Konzepte übernommen und angepasst werden.
Wer kann Teil des Netzwerks werden?
Das Netzwerk richtet sich an unterschiedliche Gruppen:
- Festivalveranstalter
- Konzertagenturen
- Kultureinrichtungen
- Fachkräfte aus den Bereichen Inklusion und Barrierefreiheit
- Betroffene Menschen mit Behinderung
- Verbände und Vereine
- Technik- und Sicherheitsdienstleister
Dadurch entsteht ein direkter Austausch zwischen Menschen, die Probleme erleben, und denen, die Lösungen umsetzen können.
Gerade in der Metal-Szene ist dieser Gedanke besonders wichtig. Die Szene lebt traditionell von Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung. Deshalb passt das Thema Inklusion hervorragend zur Festival- und Konzertkultur.
Das geplante Zertifizierungs-Siegel für barrierefreie Veranstaltungen
Ein besonders spannender Teil des Vereinskonzepts ist die Entwicklung eines Zertifizierungsprozesses. Veranstalter sollen künftig die Möglichkeit haben, ihre Maßnahmen zur Barrierefreiheit überprüfen zu lassen.
Wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden, erhalten sie ein Klassifizierungs-Siegel. Dieses Siegel macht sichtbar, dass sich ein Festival oder eine Veranstaltung ernsthaft mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigt.
Warum ein Zertifizierungs-Siegel sinnvoll ist
Viele Menschen mit Behinderung wissen oft nicht, welche Bedingungen sie auf einem Festival erwarten. Die Informationen auf Webseiten sind häufig unvollständig oder unklar. Ein offizielles Siegel könnte hier Vertrauen schaffen.
Ein Festivalbesucher erkennt sofort:
- Welche Angebote vorhanden sind
- Wie barrierefrei das Gelände ist
- Welche Unterstützung angeboten wird
- Ob Begleitpersonen berücksichtigt werden
Gleichzeitig profitieren auch die Veranstalter. Sie können ihr Engagement sichtbar machen und zeigen, dass sie Inklusion ernst nehmen.
- Barrierefreie Zugänge und Wege
- Ausreichende Sanitäranlagen
- Barrierefreie Informationsangebote
- Besondere Bereiche vor den Bühnen
- Geschultes Personal
- Möglichkeiten für Begleitpersonen
- Notfallkonzepte für Menschen mit Behinderung
Pilotprojekte mit bekannten Festivals
Direkt nach der Gründungsveranstaltung wurde das Konzept des Vereins weiteren Vertretern der Festivalbranche vorgestellt. Dazu gehörten unter anderem:
- Metal Frenzy Festival
- DEICHBRAND Festival
- New Healing Festival
Diese Festivals möchten den Austausch aktiv fortsetzen. Im Sommer 2026 sollen erste Pilotprojekte stattfinden. Dabei werden konkrete Maßnahmen getestet, bewertet und weiterentwickelt.
Gerade dieser praktische Ansatz ist entscheidend. Denn viele Lösungen funktionieren in der Theorie anders als auf einem echten Festivalgelände. Durch die Pilotprojekte kann geprüft werden, welche Maßnahmen tatsächlich helfen.
Welche Maßnahmen könnten getestet werden?
Bei den Pilotprojekten könnten beispielsweise folgende Ideen umgesetzt werden:
- Digitale Lagepläne mit barrierefreien Wegen
- Neue Ruhebereiche für Menschen mit sensorischer Überlastung
- Bessere Beschilderung
- Mobile Assistenzteams
- Informationsmaterial in leichter Sprache
- Apps mit Live-Informationen
Besonders interessant sind digitale Lösungen. Moderne Festival-Apps könnten künftig beispielsweise anzeigen, wo sich barrierefreie Toiletten befinden oder welche Wege am besten erreichbar sind.
Barrierefreiheit auf Metal-Festivals: Wo steht die Szene heute?
Die Metal-Szene hat sich in den vergangenen Jahren bereits deutlich verändert. Viele Festivals beschäftigen sich heute intensiver mit Barrierefreiheit als noch vor zehn Jahren. Dennoch gibt es große Unterschiede.
Einige Festivals gelten inzwischen als Vorreiter. Andere stehen noch ganz am Anfang. Gerade kleinere Veranstaltungen haben häufig Schwierigkeiten, weil Geld, Personal oder Erfahrung fehlen.
Typische Fortschritte, die inzwischen häufiger zu sehen sind:
- Rollstuhlpodeste vor den Bühnen
- Barrierefreie Toiletten
- Spezielle Campingbereiche
- Frühzeitiger Einlass für Menschen mit Behinderung
- Kostenlose Tickets für Begleitpersonen
Doch oft fehlen klare Standards. Deshalb unterscheiden sich die Angebote von Festival zu Festival stark. Genau deshalb ist ein Verein wie UNGEHINDERT DABEI so wichtig.
Warum gerade Metal-Festivals Vorbilder sein können
Metal-Fans gelten als besonders solidarisch. Viele Menschen erleben auf Festivals ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Wer einmal gesehen hat, wie Fans bei einem Moshpit sofort helfen, wenn jemand stürzt, weiß, wie viel Zusammenhalt in dieser Szene steckt.
Diese Haltung lässt sich auch auf das Thema Barrierefreiheit übertragen. Wenn die Szene gemeinsam daran arbeitet, Hürden abzubauen, kann sie sogar Vorbild für andere Bereiche der Veranstaltungsbranche werden.
Gerade große Festivals haben die Möglichkeit, neue Standards zu setzen. Wenn erfolgreiche Lösungen bekannt werden, übernehmen andere Veranstalter diese oft schnell.
Die Zukunft von UNGEHINDERT DABEI e.V.
Nach der offiziellen Eintragung ins Vereinsregister soll das bisher provisorische Online-Angebot deutlich ausgebaut werden. Auf der Website sollen künftig umfassende Informationen zu folgenden Themen zu finden sein:
- Ziele und Arbeitsweise des Vereins
- Mitgliedschaft
- Praxisbeispiele
- Leitfäden und Handlungsempfehlungen
- Informationen zum Zertifizierungs-Siegel
- Aktuelle Pilotprojekte
Interessierte Veranstalter können sich aber bereits jetzt per E-Mail informieren und Kontakt aufnehmen. Dadurch soll möglichst früh ein Netzwerk entstehen, das weiter wächst.
Die nächsten Monate werden entscheidend sein. Wenn die Pilotprojekte erfolgreich verlaufen und weitere Veranstalter mitmachen, könnte aus dem Verein eine zentrale Anlaufstelle für Barrierefreiheit in der deutschen Festivalbranche werden.
Welche Chancen sich daraus ergeben
Wenn Festivals barriereärmer werden, profitieren am Ende alle. Menschen mit Behinderung können einfacher an kulturellen Angeboten teilnehmen. Veranstalter erreichen neue Zielgruppen. Gleichzeitig verbessert sich das Image der gesamten Szene.
Außerdem zeigt Barrierefreiheit oft auch anderen Besuchergruppen Vorteile. Gute Beschilderung, bessere Wege oder klare Informationen helfen nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern allen Festivalgästen.
Deshalb ist Barrierefreiheit keine Sonderlösung für wenige Menschen. Sie ist ein Gewinn für alle Besucher.
So können Veranstalter jetzt aktiv werden
Viele Veranstalter fragen sich, wie sie selbst mit dem Thema starten können. Wichtig ist vor allem, nicht auf die perfekte Lösung zu warten. Oft reichen schon kleine Veränderungen, um die Situation deutlich zu verbessern.
Ein guter erster Schritt ist, direkt mit Betroffenen zu sprechen. Menschen mit Behinderung wissen selbst am besten, welche Probleme bestehen und welche Lösungen sinnvoll sind.
Außerdem können Veranstalter:
- Ihre Website auf verständliche Informationen prüfen
- Barrierefreie Zugänge schaffen
- Begleitpersonenregelungen einführen
- Ihr Personal schulen
- Mit Vereinen und Experten zusammenarbeiten
Genau für diese Themen möchte UNGEHINDERT DABEI künftig Ansprechpartner und Unterstützung bieten.
Fazit: UNGEHINDERT DABEI könnte die Festivalbranche nachhaltig verändern
Mit der Gründung von UNGEHINDERT DABEI e.V. entsteht erstmals eine Organisation, die sich gezielt und dauerhaft mit Barrierefreiheit in der Festival- und Veranstaltungsbranche beschäftigt. Die Initiative bringt Veranstalter, Experten und Betroffene zusammen und entwickelt konkrete Lösungen.
Besonders wichtig ist dabei der praktische Ansatz. Statt nur über Inklusion zu sprechen, sollen Pilotprojekte, Netzwerke und Zertifizierungen echte Verbesserungen schaffen.
Für die Metal- und Festivalbranche ist das ein bedeutender Schritt. Denn Musik sollte für alle Menschen erlebbar sein. Egal ob vor der Bühne, auf dem Campingplatz oder mitten im Moshpit.
Kurz gesagt: UNGEHINDERT DABEI hat das Potenzial, die Festivalwelt langfristig gerechter, offener und inklusiver zu machen.
Weitere Informationen (Website im Aufbau): https://ungehindert-dabei.de/
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Autor / Pressemeldung und Bild(er): ROCKHARZ OPEN AIR, Veruga GmbH, Bahnhofstr. 26, 37520 Osterode
Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung
